Generalversammlung 2013

Zur Generalversammlung des Turnvereins am vergangenen Samstag konnte Vorsitzender J. Widmann ca. 50 Mitglieder begrüßen. Sein Gruß galt besonders Frau Bürgermeisterin Pfründer sowie Herrn Dörflinger, dem Vertreter des Bad. Handballverbandes, sowie dem Ehrenvorstand Emil Lüdecke, den anwesenden Ehrenmitgliedern sowie allen anwesenden Mitgliedern, die dadurch ihre Verbundenheit zum Verein und ihr Interesse am Vereinsgeschehen zum Ausdruck bringen.

Nach dem Gedenken an die drei im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ging er auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Diese waren natürlich geprägt von dem Bau der neuen Sporthalle. Neben einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden 4 Vorstandssitzungen sowie 16 Sitzungen der engeren Vorstandschaft abgehalten. Dazu kamen noch 4 Notartermine und verschiedene Termine mit Gemeinde und Behörden im Rahmen des Hallenbaus. „Es gab noch kein Jahr, wo so viel Zeit in Sitzungen und Besprechungen bzw. in Termine investiert wurde, als in dem vergangenen Jahr und jedes Mitglied der Vorstandschaft kam deutlich über 100 Stunden“ so Widmann. Nachdem das Projekt am Anfang aufgrund verschiedener Auflagen der Baurechtsbehörde schleppend anlief, erfolgte der Rohbau und nun auch der Innenausbau mit fast schon beängstigender Geschwindigkeit. Widmann verschwieg aber auch nicht die Enttäuschung über die unverständlich hohen Genehmigungsgebühren. Auch ein Widerspruch gegen den Bescheid brachte nur einen Teilerfolg, von einem nicht ganz aussichtslosen Verfahren sah man aufgrund des hohen Aufwandes und der Kosten allerdings ab, so dass man die unerwarteten zusätzlichen Genehmigungskosten von ca. 20.000 € verkraften muss.

Neben dem Hallenbau konnte im letzten Frühjahr auch die Sanierung der Sanitärräume im Turnerheim abgeschlossen werden. Die Kosten konnten durch Eigenarbeit, insbesondere von Rolf Himmel, auf rund 42.000 Euro gesenkt werden. Die Tennisabteilung hat nun optimale Voraussetzungen für ihren Spiel- und Trainingsbetrieb. Auch wurde im Laufe des Jahres die Turnerheim Zufahrt erneuert, was von der Baufirma Krüger unter Mithilfe von einigen Montagsmännern kostenfrei durchgeführt wurde. Auch die notwendigen Kegelbahnreparaturen konnten durch den Einsatz von Helmut Merz kostengünstig durchgeführt werden. Darüber hinaus wurde das alte Turnhäusle wieder her gerichtet und mit einigen neuen Gerätschaften versehen. Es wird von Handballern und Leichtathleten regelmäßig für Krafttraining genutzt. Widmann bedankte sich bei allen, die sich bei diesen Maßnahmen eingebracht haben.

Um den Übungsbetrieb für die derzeit 1197 Mietglieder aufrecht zu erhalten, sind z. Zt. 16 lizenzierte Übungsleiter und ca. 35 sonstige Übungsleiter/Helfer tätig. Obwohl die Kosten für die Lehrgänge von Verbandsseite her um das Doppelte angestiegen sind, nutzt der Verein jede passende Fortbildungsmaßnahme um ein qualitativ hochwertiges Übungsangebot anbieten zu können. Da sich Ein- und Austritte die Waage hielten konnte der Mitgliederstand konstant gehalten werden. Einen leichten Mitgliederzuwachs konnten die Abteilungen Tennis, Mutter-Kind-Turnen, Stepp-Aerobic und Gesundheitssport verzeichnen.

Im Jahr 2012 fanden neben den üblichen Veranstaltungen (Kinderfasching, Gaumehrkampfmeisterschaften, Weihnachtsfeier der KiTu-Abteilung und einige Veranstaltungen der Abteilung Heimatfreunde) das Gau-Kinderturnfest und die Badischen Senioren-Bestenkämpfe des BTB statt. Trotz nicht idealem Wetter waren die Veranstaltungen ein Erfolg und dem Verein wurde nicht nur vom Elsenz-Turngau sondern auch vom Badischen Turnerbund ein dickes Lob für die perfekte Organisation ausgesprochen.

Was die Sportstätten betrifft, so zeigte sich Widmann mehr als glücklich, dass bei der Sanierung der Ravensburghalle der Sportbetrieb des Turnvereins nahtlos in der neuen Trainingshalle durchgeführt werden kann. Wäre dies nicht der Fall, so wäre der Verein in eine katastrophale Situation gelaufen. Dagegen brachte er mit Blick auf die Bürgermeisterin seine Sorge über den Zustand der Kunststoffbahn im Stadion zum Ausdruck und ermahnte deren Sanierung bei den sonstigen ausgabenintensiven Großprojekten der Gemeinde nicht zu vergessen.

Mit der Kooperation „Kindergarten – Sportverein“ ist der Turnverein einer der ersten Vereine in Baden-Württemberg, der dank des Engagement von Evita Bauer und Michèle Söder in das Projekt PFIFF eingestiegen ist, bei dem es darum geht, die sportliche Betätigung im Kindergarten zu fördern.

Auch sportlich war das Jahr 2012 wieder ein recht erfolgreiches Jahr, was an der Zahl der bei der Sportlerehrung auf der Bühne gestandenen TV-Sportler abzulesen war. Zum Abschluss seines ausführlichen Berichtes verwies Widmann noch einmal auf die Perspektiven, die sich durch die im Bau befindliche Trainingshalle für den Verein ergeben und forderte alle Mitglieder auf sich am Gelingen dieses Großprojektes zu beteiligen. Er bedankte sich bei allen, die sich in irgendeiner Form für den Verein eingebracht haben. „Nur durch Zusammenhalt und Engagement können wir die Vereinsidee umsetzen und unseren Turnverein weiter voranbringen“ so Widmann.

In seinem ausführlichen Kassenbericht ging Klaus Schweinfurt auf die Kassenlage ein, die selbstverständlich durch den Bau der Trainingshalle bestimmt wird. Hierdurch aber auch durch die anderen Baumaßnahmen bedingt, wurde die Kasse mit einem kleinen Minus abgeschlossen. Erfreut zeigte er sich darüber, dass für die Halle aus dem Kreise der Mitglieder Spenden bisher in 5-stelliger Höhe eingegangen sind, dass sich auch die am Bau beteiligten Firmen mit Spenden engagiert haben und dass auch nicht vergessen werden darf, dass durch günstige Rechnungen der ausführenden Firmen Einsparungen nahe im 6-stelligen Bereich erzielt werden konnten. Aus heutiger Sicht wird sich das Projekt im Rahmen des Finanzierungsplanes abwickeln lassen. In den Ausführungen zur Finanzplanung für 2013 wurde klar, dass diese noch stärker von der neuen Trainingshalle bestimmt wird, zumal ja ab Sommer auch der Betrieb und damit die Unterhaltskosten anlaufen. Trotzdem sind alle anderen absehbaren Ausgaben wie Übungsleiterausbildung oder auch Geräteanschaffungen finanzierbar, so dass der Sportbetrieb wegen den Hallenkosten keine Einschränkung erfahren wird.

Ottmar Sternberger als Vertreter der Kassenprüfer bescheinigte dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung; er hob dabei hervor, dass die Buchungsvorgänge durchaus einem mittelständischen Unternehmen gleich kommen, was sehr viel ehrenamtliches Engagement erfordert. Die von ihm beantrage Entlastung des Kassiers erfolgte genauso einstimmig wie die Entlastung der Vorstandschaft, die von Frau Pfründer vorgenommen wurde. Sie zollte dem Turnverein ein hohes Lob für die Arbeit die im sportlichen Bereich geleistet wird. „Ich ziehe aber besonders meinen Hut wie der Turnverein sein Hallenprojekt durchzieht. Ich wäre froh ich wäre mit der Sanierung der Ravensburghalle schon an diesem Punkt“, so Frau Pfründer. Sie betonte, dass die Gemeinde das Projekt jederzeit unterstützt und das neu entstehende Sportzentrum eine gemeinsame Aktion von Turnverein und Gemeinde ist, in die sich die Gemeinde mit dem Bau der Parkplätze und der Überdachung zwischen den beiden Hallen einbringt. Im Anschluss erläuterte sie auch die Situation bzgl. der Renovierung der Ravensburghalle und machte deutlich wie die Kosten zu Stande kommen. Es ist davon auszugehen, dass der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung den Sanierungsumfang, den Umfang der Nutzung der Halle unter Berücksichtigung der sportlichen und kulturellen Vereine sowie den Zeitplan der Renovierung beschießt und damit im Oktober begonnen werden kann. Auch sie zeigte sich froh, dass in der Renovierungszeit der Sportbetrieb in der neuen Halle des Turnvereins zu einem überwiegenden Teil durchgeführt werden kann. Man wird hierzu eine Nutzungsvereinbarung abschließen.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Jürgen Mohr als 2. Vorsitzender, Elke Mauch als Schriftführer, Michael Stiegler als stellv. Kassier, Beate Krüger als Verantwortliche für die Mitgliederverwaltung, sowie Karl-Heinz Eckl als Referent für Versicherungsfragen bestätigt. Als Kassenprüfer wurden gewählt: Ottmar Sternberger, Peter Czech und Petra Weiß.

Für ihre Verdienste im und um den Verein wurden mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet: Linde Merz, Silke Kern und Uwe Gleis. Die goldene Vereinsehrennadel erhielt Werner Schuler für besondere Verdienste. Jürgen Widmann verlieh in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Elsenz-Turngaus die silberne Ehrennadel an Ingrid Schweinfurth, Uschi Fichtner, Hans Czech und die goldene Ehrennadel an Sonja Mohr, Wolfgang Eigenmann und Karl-Heinz Eckl.

Die geehrten Mitglieder bei der Generalversammlung
Die mit der silbernen und goldenen Vereinsehrennadel, mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des Elsenzturngaus sowie die vom Badischen Handballverband ausgezeichneten Mitglieder
J. Widmann, J. Bauer, M. Stiegler und M. Dörflinger (Bad. Handballverband)
Jürgen Bauer und Michael Stiegler, die vom Badischen Handballverband ausgezeichneten Mitglieder, umrahmt von Jürgen Widman und M. Dörflinger

Vom Badischen Handballverband wurden Michael Stiegler und Jürgen Bauer vom Kreisvorsitzenden des Handballkreises Pforzheim, Herr Dörflinger, mit der silbernen Verbandsnadel ausgezeichnet.

Die nachfolgende Diskussion zur Beitragserhöhung eröffnete Jürgen Mohr mit einer Gegenüberstellung der Mitgliedsbeiträge anderer Vereine. Dabei wurde deutlich, dass der TV die niedrigsten Mitgliedsbeiträge vergleichbarer Turnvereine im Umkreis hat. Derart niedrige Beiträge wurden auch vom Sportbund kritisiert und können zukünftig einen Zuschuss verhindern. „Um ein qualifiziertes Übungsangebot anbieten zu können, müssen die Übungsleiter gut ausgebildet werden und diese Kosten steigen von Jahr zu Jahr“, so Mohr. Auch ist zu erwarten, dass sich die Hallengebühren nach der Sanierung der Ravensburghalle erhöhen werden, so dass die Mitgliedsbeiträge nicht mehr ausreichen werden, zumal davon auszugehen ist, dass man zukünftig die vollständige ehrenamtliche Ausübung des Übungsleiters nicht mehr aufrecht erhalten werden kann und diese zumindest im Rahmen der Übungsleiterpauschale vergüten muss, was den TV ca. 25.000.- € im Jahre kosten würde. Nach kurzer Diskussion, in der trotz einiger kritischer Stimmen, Verständnis und Zustimmung für die Beitragserhöhung geäußert wurde, wurde diese genauso nahezu einstimmig verabschiedet wie die Anhebung des Seniorenalters auf 65 Jahren. Außerdem sollen im nächsten Jahr die Beiträge bereits im Januar eingezogen werden, um die Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen SEPA-Systems zu umgehen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging Jürgen Mohr auf den Bauverlauf der neuen Halle ein. Nachdem am 17.07.2012 vom Badischen Sportbund die Baufreigabe erteilt wurde, erfolgte am 01.08.2012 der Spatenstich. Nach anfänglichen Verzögerungen durch die Genehmigungsbehörde wurde ab Oktober mit einer hohen Schlagzahl der Rohbau hochgezogen, so dass trotz widriger Wetterumstände noch vor Weihnachten das Dach geschlossen und am 17.12.2012 Richtfest gefeiert werden konnte. Zwischenzeitlich hat sich in der Halle vieles getan und der Ausbau ist Dank dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer schon sehr weit vorangeschritten. Die Trockenbau- und Holzarbeiten sind vor dem Abschluss, die Malerarbeiten im Innenbereich sollen bis in zwei Wochen abgeschlossen werden. Mit dem Aufbau der Solaranlage konnte aufgrund des schlechten Wetters leider erst vor 14 Tagen begonnen werden, sie soll aber auf jeden Fall noch in diesem Monat angeschlossen werden. Getragen werden die Bauarbeiten von der Handballabteilung, den Montagsmännern und der Leichtathletikabteilung. Es wäre wünschenswert, dass sich auch noch andere Abteilungen oder auch passive Mitglieder am Bau beteiligen. Insgesamt sind die Arbeiten im Plan, so dass die Halle zum Einweihungstermin am 6. Juli fertig gestellt sein wird. Um der Bevölkerung Gelegenheit zu geben sich einen Eindruck von der neuen Halle zu verschaffen, wird es Ende April/Anfang Mai einen Baustellenbesichtigungstermin geben.

Dem von der Tennisabteilung eingebrachte Antrag zur dringenden Sanierung des Tennisplatzes in einem Umfang von ca. 13.000.- € stimmte die Mitgliederversammlung zu. Unter Punkt Verschiedenes wies Widmann auf einige anstehende Veranstaltungen hin. Bevor die über 4 stündige Versammlung von ihm geschlossen wurde, sang man noch das Turnerlied wobei die letzte Strophe in diesem Jahr auf den TV zu 100 % passt "großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit".